Jolicloud – Betriebssystem ohne lokale Anwendungen – Teil1
Einleitung:
Heute möchte ich im Teil 1 über ein alternatives Betriebssystem berichten das den Namen „Jolicloud“ trägt. Es ist ein UNIX basierendes Betriebssystem dass auf Ubuntu 9.04 aufbaut. Es unterstützt Netbook´s von vielen Herstellern wie ASUS, HP, Dell usw. Dies ist ein sehr reduziertes Linux welches in der Regel keine lokal installierten Programme enthält. Der Ansatz ist hierbei, dass alle Programme und Daten aus dem Internet geladen werden. Eine Offline Nutzung ist nicht immer möglich. Es gibt aber die Möglichkeit der Offline Nutzung, auf die ich aber in einem späteren Teil eingehen werde.
Unter anderem ist Jolicloud auf den Netbook´s der ersten Generation von ASUS lauffähig wie z.B. eeePC 701. Da ich im Besitz eines ASUS eeePC 900 bin, ( CPU = INTEL Celeron, SSD-Speicher 4/8GB ) lag die Versuchung nahe, dort das OS testweise zu installieren. In der Regel wird dieser eeePC mit Windows XP ausgeliefert. Durch die etwas ungeschickte Aufteilung des gesamten internen SSD-Speicher von insgesamt 12GB, ist Windows XP zwar lauffähig aber schränkt die Nutzung doch durch das erste SSD-Drive von nur 4GB (Bootpartition Laufwerk C: ) sehr ein. Dies ist bei Jolicloud doch sehr anders, aber dazu später mehr.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine Aussage über die Hardware Unterstützung gemacht werden, da dieser Bericht eine chronologische Abfolge ist. Wir lassen uns überraschen was alles nach der Installation funktioniert.
Installation Betriebssystem:
Die Installation von Jolicloud erfolgt durch ein herunterladbares EXE File von der Webseite http://www.jolicloud.com, welches im Anschluss unter Windows gestartet wird. Mangels Speicherplatz auf dem Laufwerk C: konnte das Software-Paket nicht entpackt werden. Hab dann das EXE-File auf einen anderen Computer entpackt und das darin enthaltene ISO-File (Jolicloud-Robby-PreBeta) auf eine CD gebrannt. Nachdem die Boot-ISO-CD dann erfolgreich gebrannt war, startete ich diese mit einem externen USB-DVD-Laufwerk auf dem eeePC 900. Hierbei gibt es ein paar Startoptionen.
Das Betriebssystem kann als Live-CD gestartet werden, was keinerlei Veränderungen am Rechner und Festplatte vornimmt. Oder es kann direkt installiert werden. In meinem Fall hab ich die zweite Option genutzt. Hierbei hab ich das OS auf eine zusätzlich eingesteckte 4GB SD-Karte installiert, da ich das bestehende Windows XP vorerst nicht löschen wollte. Die Installation lief ohne weitere Probleme. Am Schluss muss der Bootloader auf „/dev/sdc“ konfiguriert werden damit dieser nicht auf die Windows Partition geschrieben wird. Neues OS starten: Nach der erfolgreichen Installation, startet man durch das drücken der ESC-Taste im BIOS-Start mit Auswahl der SD-Karte das neue OS Jolicloud.
Anmeldung/Login:
Nun meldet sich das OS mit einem Login. Dort gibt man die Benutzerdaten ein die man bei der Installation angegeben hat. Der erfolgreiche Login wird gleich durch einen Klang bestätigt, was darauf hin deutet, dass das Soundsystem des Rechners unterstützt wird. Im Anschluss wird ein GNOME basierender Desktop gestartet.
Erster Eindruck und Desktop:
Die Aufteilung ist wie mit einer dreispaltigen Webseite zu vergleichen. Auf der linken Seite werden die Menüpunkte der installieren Anwendungen in Gruppen angezeigt. In der Mitte werden die Anwendungen der ausgewählten Gruppe der linken Seite angezeigt. Im rechten Teil werden lokale Dateisysteme und Netzwerklaufwerke dargestellt.
Der erste optische Eindruck, ein sehr aufgeräumter und intuitive gestalteter Desktop. Die Geschwindigkeit ist für einen 900MHz INTEL Celeron Prozessor sehr flüssig.
Hardware Unterstützung:
Auf dem eeePC 900 wird die komplette Hardware Ausstattung unterstützt, dies beinhaltet im folgendem:
- Sound/Output
- Mikrofon/Input
- WLAN
- Ethernet
- ACPI
- Eingebaute Kamera
- SSD-Drives
- USB-Anschlüsse
Fortsetzung folgt.









Das sieht ja mal richtig interessant aus! Ich werde mir Jolicloud auch gleich mal anschauen
Ist sehr schlankes Betriebssystem aber doch ausbaufähig.
Viel Spass beim basteln wünsche ich Dir.
Captcha hat somit heute bei Dir auch funktioniert.
Liebe Grüße Joachim
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